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Wie auch in der hier verlinkten Dokumentation gezeigt wird, hat Google ein Ökosystem an Werkzeugen geschaffen, die sehr benutzerfreundlich sind, hierzu kommen eine Reihe so genannter Cloud-Dienste. Bei diesen handelt es sich um Programme, die im Internet laufen und welche auch die entstehenden Dateien im Netz speichern. Hier sollen nun Googles Textverarbeitungs-, Präsentations- und Tabellenkalkulationswerkzeuge besprochen werden, des Weiteren wird es um den Internetformularservice und das Google-Drive (also Online-Speicher) gehen.

Hinweis: Google-Konto

Um die hier vorgestellten Dienste nutzen bzw. Dateien erstellen zu können, benötigen Sie ein Benutzerkonto bei Google. Es gibt aber auch eine Reihe von Alternativen, die leider nicht ganz so benutzerfreundlich sind. Deutschsprachige Übersichten finden Sie hier:

Tipp

Wenn Sie Google beruflich nutzen wollen, aber nicht an einem Konto interessiert sind, können Sie verschiedene Browser benutzen:

  • Erstellen Sie einen Google-Account, den Sie nur beruflich nutzen!
  • Benutzen Sie Google Chrome für berufliche Zwecke. Alle Google-Dienste funktionieren mit diesem Browser (aus gleichem Hause) ganz gut.
  • Benutzen Sie einen anderen Browser (z.B. Mozilla Firefox) für private Zwecke.
  • Benutzen Sie niemals Ihr Google-Konto auf dem “privaten” Browser.

Warum funktioniert das?

Google speichert in so genannten Browser-Cookies lokal auf Ihrem Computer Daten, der es dem Service erlaubt, Sie zu identifizieren. Jedoch kann nur über den Browser angelegte Cookies auslesen. D.h., Cookies, die z.B. Firefox anlegt kann nicht mit Google Chrome ausgelesen werden. So können Sie eine Trennung herstellen.

 

Google Drive

Definition

Hier ein kurzes Video, das Google Drive erläutert:

Google stellt für jeden Account 15 GB zur Verfügung, wobei zusätzlich zur Onlinefestplatte Google Drive der Speicherplatz gezählt wird, den der E-Mail-Service GMail und die auf Google+ geteilten Fotos benötigen (siehe Informationen von Google).

Hauptfunktion – Synchronisation und Teilen

Google Drive ist ein Onlinespeicher, auf dem Dateien hochgeladen und wie auf dem Computer in Ordnern organisiert werden können. Besonders komfortabel wird es, wenn man sich einen Synchronisationsklienten herunterladen, der es ermöglicht, den Onlinespeicher mit einem bestimmten Ordner synchronisiert. Das bedeutet, dass alle Dateien, die in dem Ordner angelegt/geändert werden automatisch hochgeladen ins Internet hochgeladen werden. Gleichfalls werden geänderte/hochgeladene Dateien, die nicht auf im lokalen Ordner sind, automatisch heruntergeladen.

Ferner hat man die Möglichkeit, Dateien und Order zu teilen, hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Der/Die Empfänger/in hat kein Google-Drive, dann folgen sie dem Link zu einer Seite, die das Herunterladen ermöglicht. So können Sie Ihren Freunden z.B. Fotos einer Party in hoher Auflösung schicken (oder wenn sie zu peinlich für Facebook sind).
  • Der/die Empfänger/in hat ein Google-Drive. Dann kann die Person wahlweise die Daten herunterladen oder dem eigenen Google-Drive hinzufügen. Vor allem die zweite Option (Hinzufügen zum eigenen Google-Drive) ist interessant. So kann man zusammen an verschiedenen Daten eines Projekts arbeiten. Einige Forschungsteams machen dies. Hier kann man mehr erfahren.

Tipps zur Nutzung von Cloud-Speichern

Hier einige Hinweise zur sicheren Nutzung von Google-Drive und ähnlichen Diensten:

  • Nur Kopien auf den Speicher, keine Originale. Wenn es zu Problemen mit dem Cloud-Speicher gibt, dann kann es passieren, dass die Daten weg sind. Das ging mir selbst mal so: Es gab Probleme mit Dropbox und auf dem Server wurden alle meine Daten gelöscht. Leider erfuhr ich davon erst, als mein Ordner sich mit dem Server synchronisiert hatte (d.h. gelöscht wurde). Dummerweise waren da Dateien drauf, die ich nur dort gespeichert hatte. Deswegen: Nehmen Sie den Speicher nur als Zwischenspeicher für Sicherungskopien oder als USB-Stick-Ersatz. Die Dateien sollten zweimal auf Ihrer Festplatte sein: einmal dort, wo Sie sie erstellen und in dem Ordner, den Sie mit Google-Drive synchronisieren.
  • Sensible Daten haben nichts auf einem Cloud-Speicher verloren. Viele Institutionen und Firmen haben Richtlinien, welche Daten im Netz gespeichert werden dürfen und welche nicht (vgl. Regeln der Uni Winnipeg).
  • Wenn Sie persönliche Daten speichern wollen, die jedoch nicht in falsche Hände kommen sollen, sind diese zu verschlüsseln. Eine Übersicht finden Sie hier. Für Cloud-Dienste gibt es die Software Boxcryptor. Am sichersten dürfte aber immer noch das Verschlüsselsverfahren PGP sein, für das es auch eine Open-Source-Lösung (GnuPG) gibt.

Google-Docs

Büroanwendungen im Internet

Bei Google-Docs handelt es sich um  eine Büroanwendung ähnlich des Microsoft-Office-Pakets, mittels dessen sich Dokumente online erstellen und bearbeiten lassen. Google-Docs können auch in den gängige Office-Formaten (z.B. DOC für Texte und XLS für Tabellen) heruntergeladen werden. Mittels Google-Docs lassen sich diese Formate auch bearbeiten, wenn die Dateien auf dem Google-Drive liegen.

Intuitive Bedienung

Die Bedienung ist äußerst intuitiv und an den oben genannten Softwareprodukten orientiert. Daher soll sie hier nicht im Einzelnen vorgestellt werden. Generell empfehle ich immer das “Herumspielen” mit Werkzeugen, da man so recht schnell die Möglichkeiten und Grenzen der Software erkennt. Gegebenenfalls kann man Lösungen auch im Internet einfach suchen.

Besonders zu erwähnen wäre jedoch, dass man in Text- und Präsentationsdokumente sehr leicht Bilder einfügen kann, in dem man die Kopieren-Einfügen-Funktion benutzt. Ein separates Hochladen wie auf anderen Seiten ist nicht mehr nötig.

Teilen und Kollaboration

Google-Dokumente erlauben das Teilen und gemeinsame Bearbeiten der Dokumente. Für das Bearbeiten muss auch nur der/die erstellende Nutzer/in ein Benutzerkonto bei Google haben. Google Texte, Tabellen, Präsentationen, Formulare und Zeichnungen können sogar gleichzeitig bearbeitet werden.

Jedoch werden die echten Namen der bearbeitenden Nutzer/innen nur angezeigt, wenn diese auch ein Google-Konto haben und eingeloggt sind.

Die Anwendungen im Fremdsprachenunterricht

Generell gilt bei Werkzeugen: Die Anwendungsidee kommt vor der Werkzeugwahl. Jane Bozarth hat in Ihrem Buch “Social Media for Trainers” davor gewarnt, “tech-happy” zu werden. Also Werkzeuge nur einzusetzen, weil man sie für schick hält. Um es zu illustrieren, hier eine kleine Abbildung.

Werkzeug wählen

Entscheidungswege zum Einsatz von Werkzeuge im (Fremdsprachen-)Unterricht.

Man sollte also immer von einem konkreten Projekt und dessen spezifischen Anforderungen an das zu verwendende Werkzeug ausgehen und dann das Werkzeug wählen, anstatt unbedingt ein Werkzeug benutzen zu wollen und sich dann ein Projekt zu überlegen, die sich mit dem Werkzeug umsetzen ließen.

Dennoch hilft es immer, sich mit Übersichten oder akademischen Artikeln wie z.B. Firth & Mesureur (2010) mit dem Titel “Innovative uses for Google Docs in a university language program” auseinanderzusetzen, weil man dann immer auch methodisch interessante und innovative Projektideen erhält.

Die folgenden Übersichten sollen daher einen Einblick vermitteln, welche Projekte sich mit den Google-Anwendungen realisieren ließen.

Google Doc Textverarbeitung

Google-Präsentationen

Google-Formulare

Die Slideshows als Handout

Download (PDF, 146KB)

Martin Döpel
Lehrbeauftragter an der FSU Jena. Vater einer Tochter und Promovend. Ich koche gern und fahre gern Rad.

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