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In diesem Beitrag soll es darum gehen, wie Sie relevante Literatur für Ihre Haus- oder Examensarbeiten finden.

Überblicksartikel und Bibliographien

Handbücher sind ein guter Einstieg, wenn man sich mit einem Thema beschäftigen möchte. Dort findet man auch relevante Literatur. Jedoch ist es entscheidend, aktuelle Handbücher zu verwenden, weil diese auch derzeitige Fragen berücksichtigen. Darüber hinaus finden Sie dort auch aktuelle Literatur.

Ein weiterer Zugangspunkt sind Bibliographien. Das sind moderierte Liste relevanter Literatur. Die Natur solcher Bibliographien führt jedoch dazu, dass man sich u.U. durch lange Listen “kämpfen” muss. Hier einige fachrelevante Literaturlisten, wobei die Reihenfolge der Erwähnung keine Wertung darstellen soll:

“Rückwärtsarbeiten”

Welche Werke werden immer wieder zitiert? Auch diese sollten Sie lesen. Seien Sie dabei ruhig kritisch. Oft zitiert zu werden, ist zwar ein gutes Indiz für Qualität, jedoch kein Beweis. Ältere Literatur erscheint auch im Lichte aktueller Ergebnisse anders. Um zu verstehen, was in aktueller Literatur kritisiert wird, brauchen Sie Einblick in frühere Theorien, Denkweisen und Ergebnisse.

ThULB

Zunächst ist die Universitätsbibliothek ein guter Anlaufpunkt. Wie auch bei Suchmaschinen, lohnt es sich, die Syntax des Recherchesystems zu kennen. Die ThULB hat eine entsprechende Hilfeseite, hier werden die Optionen erklärt.

Datenbanken und Suchmaschinen

Datenbanken und Indizes

Es gibt eine Reihe von Anbietern so genannter Zitationsindizes. Diese sammeln aus anerkannten Periodika die Literaturhinweise und analysieren sie gemäß der Häufigkeit der Zitierungen. Die Zeitschriften, die ebenfalls analysiert werden wollen, müssen sich bei diesen Indizes anmelden und werden von den Anbietern i.d.R. auch geprüft. Somit kann man sicher gehen, dass die hier gelistete Literatur in der Fachwelt anerkannt ist.

Vor allem englischsprachige Literatur wird aktuell in den unten aufgeführten

Die wichtigsten Indizes sind:

  • Web of Science 
  • EBSCO Host Full Text Finder
  • Directory of Open Access Journals: Open-Access-Zeitschriften publizieren ihre Artikel kostenfrei. D.h., dass die Leser/innen nichts für die Artikel zahlen müssen. Manchmal müssen die Autor/innen etwas zahlen, das kommt aber auch bei Closed-Access-Zeitschriften vor. Open Access ist von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Mehr dazu können Sie hier lesen. Auch das BMBF hat zu Open Access Stellung bezogen.
    Diese Datenbank berücksichtigt nur Zeitschriften, die ihre Artikel offen publizieren.
  • PubMed: Hier finden Sie vor allem Artikel zu psychologischen Themen, da dies eine Fachdatenbank für Mediziner/innen (und Psychologen) ist.

Google Scholar

Auch Google hat eine Suchmaschine, die nur akademische Inhalte berücksichtigt: Google Scholar. Vorteil dieser Suchmaschine ist, dass auch Universitätsseiten durchsucht werden. Manche Akademiker/innen stellen Manuskripte oder auch Artikel online, obwohl sie in Closed-Access-Zeitschriften erschienen sind.

Quelle des Beitragsbildes: http://pixabay.com/en/magnifying-glass-pencil-search-97588/

Martin Döpel
Lehrbeauftragter an der FSU Jena. Vater einer Tochter und Promovend. Ich koche gern und fahre gern Rad.

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